Soziales

Soziales

Unter diesem Menüpunkt finden Sie zahlreiche Informationen und auch Download-Formulare für viele verschiedene Zuschüsse und Beihilfen. Die meisten Formulare sind auch im Gemeindeamt erhältlich.

Falls Sie Probleme bei der Antragstellung haben, stehen wir Ihnen im Gemeindeamt gerne mit Rat und Tat zur Seite. Wir bitten Sie jedoch aus Zeitgründen, so viele Angaben wie möglich selbst auszufüllen und alle nötigen Unterlagen ins Gemeindeamt mitzubringen.

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

Einen Überblick über Beihilfen, Förderungen und Arbeitsprojekte sowie wichtige Formulare zum Ausdrucken oder kostenlose Broschüren zum Bestellen finden Sie weiters unter www.bmwfj.gv.at

Für Ihre Fragen steht das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend telefonisch mit kostenlosen Servicenummern aus ganz Österreich zur Verfügung:

Familienservice - zu allen Fragen rund um die Familie 0800 240 262
Jugendinfo - zu allen jugendrelevanten Themen 0800 240 266
Kinder- und Jugendanwaltschaft des Bundes 0800 240 264

In der Jugendinfostelle des Ministeriums können Sie Broschüren und Informationsmaterialien gleich mitnehmen und einen kostenfreien Internetzugang nutzen.
Geöffnet: Montag bis Freitag, 8.00 bis 16.00 Uhr, 1010 Wien, Franz-Josefs-Kai 51

Die Servicestellen des Familien- und Jugendministeriums erreichen Sie per E-Mail unter folgenden Adressen:
familienservice@bmwfj.gv.at Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
ministerium@jugendinfo.at Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Adresse:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Sektion II
Franz-Josefs-Kai 51
1010 Wien
www.bmwfj.gv.at

Kostenlose Info-Medien des Familienministeriums
Eine Vielzahl von Arbeitsergebnissen des Ministeriums können Sie in Form von Broschüren oder CDs kostenlos beim Familienservice unter 0800 240 262 anfordern oder auf der Ministeriums-Homepage ansehen.

Familienreferat Burgenland

Amt der Burgenländischen Landesregierung
Europaplatz 1
7000 Eisenstadt
Tel. 057 600-2536
post.familie-konsumentenschutz@bgld.gv.at Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.burgenland.at

Pflegegeldantrag PVA:
Download Formular (Pdf-Dokument)

Pflegegeldantrag SVA der Bauern:
Download Formular (Pdf-Dokument)

Witwer(n)pensionsantrag:
Download Formular (Pdf-Dokument)

www.familieundberuf.at

 

Arbeitnehmerveranlagung

Arbeitnehmerveranlagungen

Für den Antrag auf Durchführung einer ArbeitnehmerInnenveranlagung haben Sie fünf Jahre Zeit (zB kann der Antrag für 2007 bis Ende Dezember 2012 gestellt werden). Sie können Ihren Antrag entweder elektronisch über FinanzOnline übermitteln oder mit dem Formular L 1 per Post senden oder persönlich bei Ihrem Finanzamt abgeben. Das Finanzamt bearbeitet die Anträge in der Reihenfolge des Einlangens und führt auf Ihren Antrag eine ArbeitnehmerInnenveranlagung (früher: Jahresausgleich) durch. Ein Anruf beim Finanzamt beschleunigt die Bearbeitung nicht, sondern verzögert die zügigen Erledigung der ArbeitnehmerInnenveranlagungen.

Die Erledigung der ArbeitnehmerInnenveranlagung durch Ihr Finanzamt kann erst erfolgen, wenn alle Jahreslohnzettel oder sonstigen Meldungen (z. B.vom Arbeitsmarktservice) eingelangt sind..

Legen Sie der Erklärung keinen Lohnzettel und keine Belege (Rechnungen, Bestätigungen, Zahlungsbelege) für Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen bei. Bewahren Sie die Belege aber sieben Jahre auf, da sie auf Verlangen des Finanzamtes vorgelegt werden müssen.

Die elektronische ArbeitnehmerInnenveranlagung

Rufen Sie FinanzOnline unter www.bmf.gv.at auf und melden Sie sich an: Entweder mit Klick auf die Rubrik „FinanzOnline" oder auf die Schalfläche „Registrierung" im Login-Bereich. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie Ihre Zugangskennungen (Teilnehmer ID, Benutzer ID und PIN) mit Rückscheinbrief (RSa).

Welche Vorteile bietet FinanzOnline?

  • Kostenlose Anwendung rund um die Uhr
  • Amtsweg per Mausklick bequem von zu Hause
  • Möglichkeit zur jederzeitigen Änderung von personenbezogenen Grunddaten, wie z. B. Adresse, Bankverbindung, E-Mail-Adresse
  • Aktuelle Abfragen Ihres Steuerkontos und Steueraktes (z. B. Kontostand, Lohnzettel)
  • Elektronische Rückzahlungsanträge
  • Bescheidzustellung in Ihren persönlichen elektronischen Briefkasten (DataBox) inkl. E-Mail Verständigung
  • Anonyme Steuerberechnung
  • Keine spezielle Software
  • Komfortable Benutzerführung (Online-Hilfe, Hotline)
  • Behindertengerechte Anwendung
  • Automatische Verlängerung der Erklärungsfrist bis 30. Juni des Folgejahres

Wir haben für Sie auch eine Hotline eingerichtet: Unter 0810 / 22 11 00 von Montag bis Freitag, 8.00 bis 18.00 Uhr erreichbar, österreichweit zum Ortstarif.

Taxigutscheine

Die Ausgabe der Schecks erfolgt im Gemeindeamt an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 26 Jahren mit Hauptwohnsitz in Heiligenkreuz i.L. oder Poppendorf i.B. Für einen Scheck im Wert von € 5,- zahlen die Jugendlichen bei der Ausgabe im Gemeindeamt € 2,50. Es können an jeden Jugendlichen maximal vier Taxigutscheine pro Monat ausgegeben werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.jugendtaxi.eu


Der Gemeinderat der Marktgemeinde Heiligenkreuz i.L. hat beschlossen, auch „Taxigutscheine 60+" anzubieten. Voraussetzungen für den Erhalt ist die Vorlage eines Pensionsbescheides bzw. eines Behindertenausweises sowie der Hauptwohnsitz in der Gemeinde. Die Ausgabe der Schecks erfolgt im Gemeindeamt. Für einen Scheck im Wert von € 5,- zahlen die Senioren und Pensionisten bei der Ausgabe im Gemeindeamt € 2,50. Es können maximal vier Taxigutscheine pro Monat ausgegeben werden.

Bitte beachten Sie, dass Taxigutscheine 60+ nicht an Jugendliche weitergegeben oder verschenkt werden sollten, da diese die Gutscheine beim Taxiunternehmen nicht einlösen können!

Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag

Höhe der Familienbeihilfe

ACHTUNG: Seit September 2014 wird die Familienbeihilfe monatlich ausbezahlt!
Die Familienbeihilfe beträgt ab Juli 2014 pro Kind und Monat:
Alter des Kindes Betrag pro Monat
ab Geburt 109,70 Euro
ab 3 Jahren 117,30 Euro
ab 10 Jahren 136,20 Euro
ab 19 Jahren 158,90 Euro
Der monatliche Gesamtbetrag an Familienbeihilfe erhöht sich durch die Geschwisterstaffelung für jedes Kind, wenn sie:
  • Für zwei Kinder gewährt wird, um 6,70 Euro für jedes Kind
  • Für drei Kinder gewährt wird, um 16,60 Euro für jedes Kind
  • Für vier Kinder gewährt wird, um 25,50 Euro für jedes Kind
  • Für fünf Kinder gewährt wird, um 30,80 Euro für jedes Kind
  • Für sechs Kinder gewährt wird, um 34,30 Euro für jedes Kind
  • Für sieben und mehr Kinder gewährt wird, um 50 Euro für jedes Kind
Es wurde bereits festgesetzt, dass die Familienbeihilfe (einschließlich Alterszuschlägen und Geschwisterstaffel)
  • ab Jänner 2016 um 1,9 Prozent und
  • ab Jänner 2018 um weitere 1,9 Prozent
erhöht wird. Die entsprechenden Beträge finden sich im BGBl I Nr. 35/2014. Zur Berechnung der Familienbeihilfe stehen der Familienbeihilferechner des Bundesministeriums für Familien und Jugend sowie der Familienbeihilfe-Rechner der Arbeiterkammer zur Verfügung.Ab September 2014 wird die Familienbeihilfe monatlich ausbezahlt. Es gibt einen Auszahlungstermin pro Monat (Überweisung am 3. des Monats und die Gutschrift am Girokonto grundsätzlich am 3. Arbeitstag nach der Überweisung).Die Umstellung auf eine monatliche Auszahlung der Familienbeihilfe erfolgt ab September bzw. Oktober 2014:
  • Wer die Familienbeihilfe bisher in geraden Monaten erhalten hat, erhält im August noch wie gewohnt die doppelte Höhe (August und September plus eventuell Schulstartgeld). Die Umstellung auf eine monatliche Auszahlung erfolgt in diesem Fall ab Oktober.
  • Wer die Familienbeihilfe bisher in ungeraden Monaten erhalten hat, erhält ab September den monatlichen Betrag der Familienbeihilfe (plus eventuell Schulstartgeld).
ACHTUNG
Im September wird jeweils ein Schulstartgeld von 100 Euro für jedes Kind zwischen 6 und 15 Jahren ausgezahlt. Die Anweisung des Schulstartgeldes erfolgt gemeinsam mit der Auszahlung der Familienbeihilfe für September. Es ist daher kein gesonderter Antrag nötig.
Wohnt ein Kind im gemeinsamen Haushalt der Eltern, ist die Mutter vorrangig anspruchsberechtigt. Sie kann jedoch zugunsten des Vaters verzichten. Leben die Eltern getrennt, steht die Familienbeihilfe dem Elternteil zu, bei dem das Kind lebt.Gemeinsam mit der Familienbeihilfe wird der Kinderabsetzbetrag ausgezahlt. Er muss nicht gesondert beantragt werden. Der Kinderabsetzbetrag ist keine Familienbeihilfe, sondern ein Absetzbetrag, der in Form einer Negativsteuer ausgezahlt wird. Er beträgt 58,40 Euro pro Kind und Monat.TIPP
Informationen zur "erhöhten Familienbeihilfe" finden sich im Bereich "Behinderung" auf HELP.gv.at. Informationen zur Gewährung der Familienbeihilfe in Fällen mit Auslandsbezug finden sich in der Broschüre "Familienbeihilfe, Mehrkindzuschlag" des Bundesministeriums für Familien und Jugend.
Informationsstand: Oktober 2014
Wochengeld und Betriebshilfe

Allgemeine Informationen

Werdende Mütter dürfen ab der achten Woche vor dem voraussichtlichen Geburtstermin nicht mehr beschäftigt werden. Sie befinden sich im Mutterschutz. Das Wochengeld soll während dieser Zeit eine finanzielle Stütze für die werdende Mutter sein und wird als Ersatz für das entfallende Einkommen gezahlt.

Das Wochengeld wird im folgenden Zeitraum gewährt:

  • Acht Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin
  • Am Tag der Entbindung
  • Acht Wochen nach der Entbindung(bei Mehrlings-, Früh- oder Kaiserschnittgeburten: zwölf Wochen nach der Geburt)

Eine Frühgeburt liegt vor, wenn die Geburt vor der 38. Schwangerschaftswoche erfolgt.

Das Wochengeld wird monatlich im Nachhinein ausbezahlt.

Hat die Amtsärztin/der Amtsarzt vor Beginn der Schutzfrist oder darüber hinaus ein Beschäftigungsverbot verhängt, wird das Wochengeld auch für die Dauer dieses Beschäftigungsverbots gezahlt.

Die Achtwochenfrist vor der voraussichtlichen Entbindung wird aufgrund eines ärztlichen Zeugnisses berechnet. Erfolgt die Entbindung zu einem anderen als dem von der Ärztin/vom Arzt angenommenen Zeitpunkt, verkürzt oder verlängert sich die vorgesehene Frist vor der Entbindung entsprechend. Wird die Schutzfrist (und damit die Wochengeldauszahlung) vor der Geburt verkürzt, verlängert sich grundsätzlich die Schutzfrist (und damit auch die Wochengeldauszahlung) nach der Geburt entsprechend, höchstens aber auf 16 Wochen.

Für unselbstständig erwerbstätige Frauen richtet sich die Höhe des Wochengeldes nach dem Nettobezug der letzten drei Monate. Hinzu kommt auch ein Zuschlag für Sonderzahlungen, wie beispielsweise Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Freie Dienstnehmerinnen erhalten ein einkommensabhängiges Wochengeld.

Geringfügig beschäftigte Selbstversicherte (nur bei Selbstversicherung nach § 19a ASVG) erhalten einen Fixbetrag in Höhe von 8,80 Euro pro Tag (Wert für das Jahr 2015).

Bezieherinnen einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) erhalten grundsätzlich das Wochengeld in der Höhe von 180 Prozent der zuletzt bezogenen Leistung.

Bezieherinnen von Kinderbetreuungsgeld bekommen grundsätzlich dann Wochengeld für ein weiteres zu erwartendes Kind, wenn sie schon bei der vorherigen Geburt (also für jenes Kind, für das sie gerade Kinderbetreuungsgeld erhalten) Anspruch auf Wochengeld hatten und bei Beginn der Schutzfrist Kinderbetreuungsgeld beziehen.

Tritt man aus dem Bezug von Kinderbetreuungsgeld aus einer Pauschalvariante in die Schutzfrist für ein weiteres Kind ein, wird das Wochengeld in der Höhe von 180 Prozent der rund 436 Euro monatlich (= Auszahlungsvariante 30+6 Monate beim Kinderbetreuungsgeld) berechnet.

Tritt man aus dem Bezug von einkommensabhängigem Kinderbetreuungsgeld in die Schutzfrist für ein weiteres Kind ein, wird das Wochengeld in der Höhe von 125 Prozent des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes berechnet.

Beziehen Sie neben dem Wochengeld ein zusätzliches Einkommen, kann dies zu einem Ruhen des Wochengeldes in der Höhe des erzielten Einkommens führen. Ruht das Wochengeld zur Gänze, führt dies zu keiner Verlängerung des Anspruchs.

Nähere Informationen zum Thema "Wochengeld" finden sich auch auf den Seiten der Arbeiterkammer.

Voraussetzungen

Einen Anspruch auf Zahlung des Wochengeldes haben

TIPP

Selbstständig erwerbstätige Frauen, die ein Gewerbe ausüben, und Bäuerinnen erhalten als Mutterschaftsleistung Betriebshilfe als Sachleistung. Wird keine Betriebshilfe gewährt, besteht unter Umständen auch ein Anspruch auf Wochengeld in Höhe von 52,07 Euro pro Tag (Wert für das Jahr 2015). Dies gilt insbesondere für selbstständig erwerbstätige Frauen, die kein Gewerbe ausüben (Neue Selbstständige).

Fristen

Ab Beginn der achten Woche vor dem voraussichtlichen Geburtstermin kann das Wochengeld beantragt werden.

Zuständige Stelle

Der Krankenversicherungsträger

Verfahrensablauf

Das Wochengeld müssen Sie bei der zuständigen Stelle beantragen. Dazu können Sie die erforderlichen Unterlagen persönlich vorlegen oder per Post übermitteln.

Das Formular für die Arbeits- und Entgeltbestätigung sowie Arztbestätigung erhalten Sie bei der zuständigen Stelle oder am Ende dieser Seite. Wenn Sie eine Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz oder Kinderbetreuungsgeld beziehen, wenden Sie sich für die erforderliche "Mitteilung über den Leistungsanspruch" an die auszahlende Stelle.

Erforderliche Unterlagen

Bei einem Antrag auf Wochengeld vor der Geburt:

Bei einem Antrag auf Wochengeld nach der Geburt: zusätzlich

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • bei Frühgeburt, Mehrlingsgeburt oder Kaiserschnittentbindung: Bescheinigung des Spitals
  • Aufenthaltsbestätigung über den Krankenhausaufenthalt

Kosten

Die Beantragung des Wochengeldes ist kostenlos.

Rechtsgrundlagen

Zum Formular

Wochengeld – Arbeits- und Entgeltbestätigung

Stand: 01.01.2015
Hinweis . Abgenommen durch:
Bundesministerium für Gesundheit
Kinderbetreuungsgeld

Allgemeines

Das mit 1. Jänner 2010 in Kraft getretene Kinderbetreuungsgeldgesetz (KBGG) bietet Eltern die Möglichkeit, aus zwei Systemen mit insgesamt fünf verschiedenen Bezugsvarianten des Kinderbetreuungsgeldes (KBG) zu wählen.

ACHTUNG

Das Kinderbetreuungsgeld kann in allen Varianten frühestens am Tag der Geburt beantragt werden. Haben Sie sich einmal für eine Variante entschieden und das Kinderbetreuungsgeld bereits beantragt, ist ein Umstieg auf eine andere Leistungsvariante nur binnen 14 Tagen ab erstmaliger Antragstellung möglich (auch der andere Elternteil ist an die gewählte Variante gebunden). Von dieser gesetzlichen Regelung bestehen keine Ausnahmen!

Aber: Erfüllen Sie beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld nicht die Anspruchsvoraussetzung der sechsmonatigen sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit vor der Geburt des Kindes oder ergibt sich bei Ihnen ein Tagesbetrag von unter 33 Euro, können Sie auf das pauschale Kinderbetreuungsgeld 12 plus 2 umsteigen. Der andere Elternteil ist jedoch an die zuerst beantragte einkommensabhängige Variante gebunden.

Mit jeder Variante sind unterschiedliche Auswirkungen (z.B. bei den Zuverdienstgrenzen oder den ergänzenden Leistungen wie Mehrlingszuschlag und Beihilfe) verbunden. Um die im Einzelfall bestmögliche Variante zu wählen, empfiehlt es sich daher die Unterschiede untereinander abzuwägen.

TIPP

Der Kinderbetreuungsgeld-Vergleichsrechner des Bundesministeriums für Familien und Jugend bietet eine Entscheidungshilfe und unterstützt bei der Wahl der optimalen Kinderbetreuungsgeld-Variante. Umfangreiche Informationen rund um das Thema "Kinderbetreuungsgeld" finden sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Familien und Jugend.

Pauschales Kinderbetreuungsgeld

Das pauschale Kinderbetreuungsgeld steht in vier Varianten zur Auswahl:

Variante 30 plus 6

Bezugshöhe 14,53 Euro pro Tag (ca. 436 Euro pro Monat)Der monatliche Betrag kann – je nachdem, ob der Monat 31, 30 oder 28 Tage hat – etwas variieren.
Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:bis zur Vollendung des 30. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber bis zur Vollendung des 36. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann maximal 30 Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist höchstens zweimal möglich, somit können sich maximal drei Blöcke ergeben; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate)

Variante 20 plus 4

Bezugshöhe 20,80 Euro pro Tag (ca. 624 Euro pro Monat)Der monatliche Betrag kann – je nachdem, ob der Monat 31, 30 oder 28 Tage hat – etwas variieren.
Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:bis zur Vollendung des 20. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann maximal 20 Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist höchstens zweimal möglich, somit können sich maximal drei Blöcke ergeben; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate)

Variante 15 plus 3

Bezugshöhe 26,60 Euro pro Tag (ca. 800 Euro pro Monat)Der monatliche Betrag kann – je nachdem, ob der Monat 31, 30 oder 28 Tage hat – etwas variieren.
Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:bis zur Vollendung des 15. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber bis zur Vollendung des 18. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann maximal 15 Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist höchstens zweimal möglich, somit können sich maximal drei Blöcke ergeben; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate)

Variante 12 plus 2

Bezugshöhe 33 Euro pro Tag (ca. 1.000 Euro pro Monat)Der monatliche Betrag kann – je nachdem, ob der Monat 31, 30 oder 28 Tage hat – etwas variieren.
Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:bis zur Vollendung des 12. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann maximal zwölf Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist höchstens zweimal möglich, somit können sich maximal drei Blöcke ergeben; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate)

Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld

Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld steht in folgender Variante zur Verfügung:

Variante 12 plus 2

Bezugshöhe
  • 80 Prozent der Letzteinkünfte,maximal 66 Euro pro Tag (ca. 2.000 Euro pro Monat)
  • Für Bezieherinnen von Wochengeld (Unselbstständige, Selbstständige, Landwirtinnen, Vertragsbedienstete, freie Dienstnehmerinnen, geringfügig Beschäftigte mit Selbstversicherung):80 Prozent des Wochengeldes; zusätzlich führt die Krankenkasse eine Günstigkeitsrechnung durch.
  • Für Beamtinnen:80 Prozent eines fiktiv zu berechnenden Wochengeldes; zusätzlich führt die Krankenkasse eine Günstigkeitsrechnung durch.
  • Für Väter:80 Prozent eines fiktiv berechneten Wochengeldes; statt auf den Beginn der Schutzfrist wird beim Vater auf einen achtwöchigen Zeitraum vor der Geburt des Kindes abgestellt. Zusätzlich führt die Krankenkasse eine Günstigkeitsrechnung durch.
  • Für alle anderen und Günstigkeitsrechnung:
    Herangezogen werden die im relevanten Steuerbescheid ausgewiesenen Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit (wenn sie aufgrund eines bestehenden Dienstverhältnisses erzielt wurden, daher sind beispielsweise Pensionen ausgenommen), aus selbstständiger Arbeit, aus Gewerbebetrieb und aus Land- und Forstwirtschaft. Relevant ist der Steuerbescheid des Kalenderjahres vor der Geburt des Kindes, in dem kein Kinderbetreuungsgeld (egal für welches Kind) bezogen wurde, beschränkt auf das drittvorangegangene Jahr. Falls in allen drei Jahren vor der Geburt Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde, ist somit das drittvorangegangene Jahr das relevante Kalenderjahr. Für Geburten bis 31. Dezember 2011 besteht keine Beschränkung auf das drittvorangegangene Kalenderjahr.Mit der Günstigkeitsrechnung kann sich der oben ermittelte Tagesbetrag nur erhöhen, nicht jedoch reduzieren.
BEISPIEL
Geburt im Jahr 2015, Bezug Kinderbetreuungsgeld in den Jahren 2011, 2012, 2013 und 2014: Das relevante Kalenderjahr ist 2012.
Nähere Informationen zur Berechnung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes finden sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Familien und Jugend.
Bezugsdauer
  • Bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil:bis zur Vollendung des 12. Lebensmonats des Kindes
  • Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile:Verlängerung der Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann maximal zwölf Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen; ein Wechsel zwischen den Elternteilen ist maximal zweimal möglich; Mindestdauer eines Blocks: zwei Monate)

Stand: 03.03.2015
Hinweis . Abgenommen durch:
Bundesministerium für Familien und Jugend
Wohnbeihilfe

Wer bekommt Wohnbeihilfe?

Grundvoraussetzungen

  • Österreichische oder eine nach dem Recht der Europäischen Union oder aufgrund eines Staatsvertrages gleichgestellte Staatsbürgerschaft
  • Hauptmieter und Nutzer der Wohnung
  • Vorliegen eines dringenden Wohnbedürfnisses und keiner weiteren Wohnmöglichkeit; Begründung des Hauptwohnsitzes ist nachzuweisen
  • Kein Anspruch auf Bedarfsorientierte Mindestsicherung gem. § 4 Bgld. MSG(zuständig Magistrat oder Bezirkshauptmannschaft)

Wie wird die Wohnbeihilfe berechnet?

Die Wohnbeihilfe errechnet sich aus dem anrechenbaren Wohnungsaufwand durch Miete bei Vermietungen nach dem MRG (ohne Betriebskosten) oder Darlehenstilgungen (ohne Betriebskosten) bei Vermietungen nach dem WGG (Genossenschaftswohnung) abzüglich dem zumutbaren Wohnungsaufwand laut Einkommenstabelle.

Haushaltseinkommen:
Nettoeinkommen inklusive Sonderzahlungen aller im Haushalt lebenden Personen. Das Jahreseinkommen wird durch 12 Monate geteilt. Unterhaltszahlungen werden ebenfalls als Einkommen gerechnet.

Anrechenbare Wohnungsgröße
Zur Ermittlung der Wohnbeihilfe sind bei einer Person 50 m2, ab zwei Personen 70m2 Nutzfläche anrechenbar. Leben im gemeinsamen Haushalt der Förderungswerbenden minderjährige Kinder, wobei bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen die Altersgrenze nicht anzuwenden ist, so erhöht sich die Nutzfläche um 10 m2 pro Kind.

Im Falle der Überschreitung der angemessenen Nutzfläche wird die Wohnbeihilfe auf Basis der gesetzmäßigen Nutzfläche berechnet.

Der zumutbare Wohnungsaufwand vermindert sich um 30 %

  • bei Familien ab drei Kindern,
  • bei einem Kind mit Behinderung im Familienverband und
  • bei Minderung der der Erwerbsfähigkeit von mindestens 55 %

Berechnung der Wohnbeihilfe bei Mietwohnungen nach MRG
Die Berechnung der Wohnbeihilfe erfolgt auf Basis der Nettomiete, Übersteigt der vereinbarte Hauptmietzins den für das Burgenland festgesetzten Richtwert (4,70 Euro pro m2), kann dennoch Wohnbeihilfe gewährt werden. Bei der Berechnung der Wohnbeihilfe bleibt jedoch der den Burgenländischen Richtwert übersteigende Teil unberücksichtigt.

Bei gemeinnützigen Wohnbauten (Genossenschaftswohnungen) werden die Tilgung und Verzinsung von Darlehen, Tilgung der eingesetzten Eigenmittel des Vermieters sowie Kosten zur Wohnungserhaltung berücksichtigt.

Betriebskosten werden nicht berücksichtigt!
Als maximale Wohnbeihilfe werden 3,-- Euro pro anerkannter Wohnnutzfläche gewährt!

Erlöschen des Anspruches

  • Wenn der Mietvertrag aufgelöst ist;
  • Bei Wegfall des dringenden Wohnbedürfnisses
  • Wenn der Wohnungsaufwand für Wohnbeihilfenbeziehende zumutbar wird
  • Bei Untervermietung

Wo erhalten Sie Antragsformulare?

Antragsformulare erhalten Sie in den zuständigen Gemeindeämtern ober bei der Wohnbauförderungsstelle im Amt der Landesregierung.

  • Ansuchen um die Gewährung / Weitergewährung einer Wohnbeihilfe für eine Mietwohnung
  • Gemeindeamtliche Bestätigung - Diese Beilage ist bereits im Antragsformular enthalten. Das Formblatt kann hier einzeln heruntergeladen werden.
  • Einkommensbestätigung

Für die Bearbeitung Ihres Antrages erforderlichen Unterlagen sind im Formular angeführt.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an das Info-Center der Wohnbauförderung: Telefon 057/600 DW 2800.

Die erforderlichen Programme zum Anzeigen finden Sie hier: Download Programme

Leistungen für Schüler und Lehrlinge

Schülerfreifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Schüler/innen mit Familienbeihilfenbezug haben nun einen einfacheren Zugang zur bisherigen Freifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen der Wohnung und der öffentlichen bzw. mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schule im Bundesgebiet bzw. im grenznahen Ausland.
Der Freifahrausweis kann jetzt direkt beim örtlichen Verkehrsverbund oder seinen Ausgabestellen gegen Leistung des pauschalen Selbstbehaltes von 19,60 Euro erworben werden.
Sofern für die verbundinterne Abwicklung der Freifahrten Anträge erforderlich sind, werden diese den Schulen vom jeweiligen Verkehrsverbund zur Verfügung gestellt bzw. auch direkt ausgegeben (keine Anträge im VOR-NEU nötig).

Statt des bisherigen Freifahrausweises kann auch ein für den jeweiligen Verbundbereich gültiges "TOP-Jugendticket" (oder ähnliche Bezeichnung) erworben werden, wenn die Wohnung oder die Schule in diesem Verbundbereich liegt. Dafür ist eine geringe Aufzahlung auf den vom Verkehrsverbund festgelegten Preis dieses Tickets erforderlich (insgesamt liegen diese Ticketpreise zwischen 60 Euro und 96 Euro). Nähere Auskünfte dazu gibt es im Internet auf der Webseite des jeweiligen Verkehrsverbundes.

Schülerfreifahrt im Gelegenheitsverkehr

Gemeinden und Schulerhalter können die Einrichtung eines Gelegenheitsverkehrs beantragen, besonders dann, wenn für die Schulkinder für einen Schulweg von zwei Kilometern oder mehr pro Richtung ein öffentliches Verkehrsmittel überhaupt nicht zur Verfügung steht oder ein solches zwar zur Verfügung steht, aber bei dessen Benutzung den Schulkindern ständig längere unzumutbare Wartezeiten entstehen würden. Auf eine überdurchschnittliche Gefährdung von Schulkindern im Volksschulalter wird besonders Rücksicht genommen.

Es besteht auch die Möglichkeit, eine zusätzliche Fahrt zum Ende der Nachmittagsbetreuung an den Schulen einzurichten und über das Familienministerium zu finanzieren.

Als Eigenanteil pro Schüler/in und Schuljahr ist ein Pauschalbetrag von 19,60 Euro an das Verkehrsunternehmen für diese Freifahrten im Gelegenheitsverkehr zu leisten.

Schulfahrtbeihilfe

Wenn keine Schülerfreifahrt in Anspruch genommen werden kann, weil kein geeignetes Linienverkehrsmittel und auch keine Beförderung im Gelegenheitsverkehr zur Verfügung steht, kann man eine Schulfahrtbeihilfe bekommen. Voraussetzung ist auch hier der Familienbeihilfenanspruch für das Kind; außerdem muss der Schulweg in einer Richtung mindestens 2 km lang sein (für behinderte Kinder ist keine Mindestwegstrecke vorgesehen).

Eine Schulfahrtbeihilfe kann auch beantragt werden, wenn im Lehrplan der Schule ein Praktikum verpflichtend vorgesehen ist und die Schüler/innen für einen bestimmten Zeitraum täglich zu diesem Praktikumsort fahren müssen.
Die Schulfahrtbeihilfe beträgt je nach Länge des Schulweges und der Anzahl der
Schulbesuchstage zwischen 4,40 Euro und 39,40 Euro pro Monat.

Sofern öffentliche Verkehrsmittel verfügbar sind, wird der Preis des Netztickets des jeweiligen Verkehrsverbundes (z.B. "Top-Jugendticket") der Berechnung der Schulfahrtbeihilfe zugrunde gelegt.

Die Schulfahrtbeihilfe muss jeweils am Ende des Schuljahres mit dem Formular Beih 85 beim Finanzamt beantragt werden; man erhält das Formular bei den Finanzämtern oder im Internet unter www.bmf.gv.at.

Heimfahrtbeihilfe für Schüler/innen

Wenn Schüler/innen eine Schule an einem anderen Ort als ihrem Wohnort besuchen und dazu die Woche über am Schulort oder in der Nähe davon in einer Zweitunterkunft, z.B. einem Internat, untergebracht sind, dann kann für die Fahrten zwischen dem Wohnort und der Zweitunterkunft eine Heimfahrtbeihilfe gewährt werden.
Die Höhe dieser Fahrtenbeihilfe beträgt je nach Entfernung zwischen dem Hauptwohnort und der Zweitunterkunft zwischen 19 Euro und 58 Euro pro Monat.

Sofern öffentliche Verkehrsmittel verfügbar sind, wird der Preis des Netztickets des jeweiligen Verkehrsverbundes (z.B. "Top-Jugendticket") der Berechnung der Heimfahrtbeihilfe zugrunde gelegt.

Die Heimfahrtbeihilfe muss jeweils am Ende des Schuljahres mit dem Formular Beih 85 beim Finanzamt beantragt werden; man erhält das Formular bei den Finanzämtern oder im Internet unter www.bmf.gv.at.

Lehrlingsfreifahrt

Mit der bereits bei der Schülerfreifahrt erwähnten Neuregelung ergibt sich auch für Lehrlinge mit Familienbeihilfenbezug ein einfacherer Zugang zur bisherigen Freifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen der Wohnung und der betrieblichen Ausbildungsstätte im Bundesgebiet bzw. im grenznahen Ausland. Der Freifahrausweis kann jetzt direkt beim örtlichen Verkehrsverbund oder seinen Ausgabestellen gegen Leistung des pauschalen Selbstbehaltes von 19,60 Euro  erworben werden.
Sofern für die verbundinterne Abwicklung der Freifahrten Anträge erforderlich sind, werden diese den Ausbildungsbetrieben vom jeweiligen Verkehrsverbund zur Verfügung gestellt bzw. auch direkt ausgegeben (keine Anträge im VOR-NEU nötig).

Statt des bisherigen Freifahrausweises kann von den Lehrlingen auch ein für den
jeweiligen Verbundbereich gültiges "TOP-Jugendticket" (oder ähnliche Bezeichnung) erworben werden, wenn ihre Wohnung oder die betriebliche Ausbildungsstätte in diesem Verbundbereich liegt. Dafür ist eine geringe Aufzahlung auf den vom Verkehrsverbund festgelegten Preis dieses Tickets erforderlich (insgesamt liegen diese Ticketpreise zwischen 60 Euro und 96 Euro). Nähere Auskünfte dazu gibt es im Internet auf der Webseite des jeweiligen Verkehrsverbundes.

Fahrtenbeihilfe für Lehrlinge

Wenn keine Lehrlingsfreifahrt in Anspruch genommen werden kann, weil z.B. keine geeigneten öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, kann eine Fahrtenbeihilfe beantragt werden. Der Weg zur Ausbildungsstatte muss in einer Richtung mindestens 2 km betragen und er muss in jeder Richtung mindestens dreimal pro Woche zurückgelegt werden. Für Behinderte gilt die Mindestentfernung nicht, wenn der behinderte Lehrling zur Bewältigung der Wegstrecke auf ein Verkehrsmittel angewiesen ist.

Die Fahrtenbeihilfe für Lehrlinge beträgt 5,10 Euro pro Monat bei einem Weg bis zu 10 km bzw. innerhalb eines Ortsgebietes und 7,30 Euro pro Monat bei einem Arbeitsweg von mehr als 10 km.

Sofern öffentliche Verkehrsmittel verfügbar sind, wird der Preis des Netztickets des jeweiligen Verkehrsverbundes (z.B. "Top-Jugendticket") der Berechnung der Fahrtenbeihilfe zugrunde gelegt.

Die Antragstellung mit dem Formular Beih 94 erfolgt beim Wohnsitzfinanzamt am Ende des jeweiligen Kalenderjahres. Man erhält das Formular Beih 94 bei den Finanzämtern oder im Internet unter www.bmf.gv.at.

Heimfahrtbeihilfe für Lehrlinge

Wenn Lehrlinge ihre Lehre an einem anderen Ort als ihrem Wohnort absolvieren und dazu die Woche über in einer Zweitunterkunft am Ort der betrieblichen Ausbildungsstätte oder in der Nähe davon, z.B. einem Internat, untergebracht sind, dann kann für die Fahrten zwischen dem Wohnort und der Zweitunterkunft eine Heimfahrtbeihilfe gewährt werden.

Die Höhe dieser Fahrtenbeihilfe beträgt je nach Entfernung zwischen dem Haupt- wohnort und der Zweitunterkunft zwischen 19 Euro und 58 Euro pro Monat.

Sofern öffentliche Verkehrsmittel verfügbar sind, wird der Preis des Netztickets des jeweiligen Verkehrsverbundes (z.B. "Top-Jugendticket") der Berechnung der Heimfahrtbeihilfe zugrunde gelegt.

Die Heimfahrtbeihilfe muss jeweils am Ende des Kalenderjahres mit dem Formular Beih 94 beim Finanzamt beantragt werden; man erhält dieses Formular bei den Finanzämtern oder im Internet unter www.bmf.gv.at.

Neu ab Februar 2014:  Anspruch auf Freifahrt oder TOP-Jugendticket für Teilnehmer/innen am freiwilligen Sozialjahr bzw. freiwilligen Umweltschutzjahr

Mit Wirksamkeit Februar 2014 können die Teilnehmer/innen am freiwilligen Sozialjahr bzw. am freiwilligen Umweltschutzjahr die vom Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen finanzierten Freifahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln samt privater Aufzahlungsmöglichkeit zum jeweiligen Verbund-Netzticket erwerben.

Grundvoraussetzungen sind der Anspruch auf Familienbeihilfe und eine gültige Ausbildungsvereinbarung mit einem Trägerverein, aus der die vereinbarte Dauer dieser Maßnahme ersichtlich ist.

Von den Teilnehmer(inne)n kann nunmehr entweder

  • die Freifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen der Wohnung und der Einsatzstelle der Freiwilligenorganisation direkt beim örtlichen Verkehrsverbund oder seinen Ausgabenstellen gegen Leistung des pauschalen Selbstbehaltes in der Höhe von 19,60 Euro erworben werden oder
  • ein für den jeweiligen Verbundbereich gültiges "TOP-Jugendticket" (oder ähnliche Bezeichnung) gegen eine geringe Aufzahlung auf den vom Verkehrsverbund festgelegten Preis dieses Tickets (derzeit zwischen 60 Euro und 96 Euro), wenn die Wohnung der Teilnehmer/innen oder die Einsatzstelle der Freiwilligenorganisation in diesem Verbundbereich liegt.